- Die Fassade darf die vertikale Brandausbreitung über mehrere Geschosse nicht begünstigen.
- Welche Materialien zulässig sind, hängt stark von der Gebäudehöhe ab.
- Bei höheren Bauten werden nichtbrennbare Baustoffe oder Brandriegel verlangt.
- Massgebend sind das Brandverhalten der Baustoffe (RF-Gruppen) und der Gesamtaufbau.
Die Fassade ist brandschutztechnisch heikel: Ein Brand kann über die Aussenhülle rasch nach oben springen und mehrere Geschosse erfassen. Deshalb regeln die VKF-Vorschriften, welche Materialien und Aufbauten je nach Gebäudehöhe zulässig sind – mit deutlich strengeren Anforderungen bei höheren Bauten.
Warum ist die Fassade ein Risiko?
An der Aussenwand können Flammen aus Fenstern hochschlagen und brennbare Dämm- oder Verkleidungsschichten entzünden. Ohne Schutzmassnahmen breitet sich der Brand dann über die Fassade vertikal aus – an den Brandabschnitten im Inneren vorbei.
Welche Materialien sind zulässig?
Das hängt vor allem von der Gebäudehöhe ab. Bei niedrigen Bauten ist mehr Spielraum vorhanden; mit zunehmender Höhe werden nichtbrennbare Baustoffe (RF1) gefordert oder es sind besondere Massnahmen wie Brandriegel nötig. Bei Hochhäusern gelten die strengsten Anforderungen.
Was sind Brandriegel?
Brandriegel sind nichtbrennbare, horizontale Barrieren in der Fassade, die die vertikale Brandausbreitung im Hinterlüftungsraum unterbrechen. Sie kommen vor allem bei hinterlüfteten Fassaden mit brennbaren Anteilen zum Einsatz.
Worauf bei der Planung achten?
Entscheidend ist der Gesamtaufbau – Dämmung, Hinterlüftung, Bekleidung – im Zusammenspiel mit der Höhe und Nutzung. Das wird im Brandschutzkonzept festgelegt und mit der Behörde abgestimmt.
Häufige Fragen
Ist eine brennbare Fassadendämmung verboten?+
Nicht generell. Bei niedrigen Gebäuden ist sie unter Bedingungen möglich; mit zunehmender Höhe werden nichtbrennbare Materialien oder zusätzliche Massnahmen wie Brandriegel verlangt.
Welche Rolle spielt die Gebäudehöhe?+
Eine zentrale: Je höher das Gebäude, desto strenger die Anforderungen an das Brandverhalten der Fassadenmaterialien – bis hin zu vollständig nichtbrennbaren Aufbauten bei Hochhäusern.
