- Dämmschichtbildende Anstriche (intumeszierend) schäumen unter Hitze auf und dämmen den Stahl.
- Sie halten die sichtbare Stahloptik – ideal für repräsentative Bauteile.
- Typisch sind Feuerwiderstände wie R 30 oder R 60, je nach System und Schichtdicke.
- Die Trockenschichtdicke muss exakt eingehalten und kontrolliert werden.
Wer Stahl sichtbar lassen und trotzdem schützen will, greift zu einem dämmschichtbildenden Brandschutzanstrich. Diese intumeszierenden Beschichtungen sind im Normalzustand dünn und unauffällig – im Brand schäumen sie zu einer dämmenden Schicht auf, die den Stahl vor der Hitze schützt.
Wie funktioniert ein dämmschichtbildender Anstrich?
Unter Hitzeeinwirkung reagiert die Beschichtung und bläht sich um ein Vielfaches auf. Diese aufgeschäumte Dämmschicht verzögert die Erwärmung des Stahls, sodass er seine Tragfähigkeit für die geforderte Zeit behält.
Wann ist diese Lösung sinnvoll?
Vor allem dort, wo die Stahloptik sichtbar bleiben soll – etwa bei repräsentativen Stützen und Trägern. Im Vergleich zur Plattenbekleidung ist der Anstrich schlank, im Vergleich zur Ausflockung optisch ansprechender.
Welche Feuerwiderstände sind möglich?
Üblich sind Klassen wie R 30 oder R 60, je nach System, Stahlprofil und Auslastung. Höhere Anforderungen sind systemabhängig möglich. Massgebend ist der Anwendbarkeitsnachweis.
Worauf bei der Ausführung achten?
- Exakte Einhaltung der erforderlichen Trockenschichtdicke.
- Geeigneter Untergrund und passende Grundierung.
- Berücksichtigung des Profilfaktors des Stahls.
- Messung und Dokumentation der Schichtdicke.
Häufige Fragen
Bleibt der Stahl mit Anstrich sichtbar?+
Ja. Das ist der grosse Vorteil: Die Beschichtung ist dünn und folgt der Form des Stahls – die Architektur bleibt sichtbar, der Brandschutz unauffällig.
Wie wird die Wirksamkeit sichergestellt?+
Über die exakte Trockenschichtdicke gemäss Anwendbarkeitsnachweis. Sie wird gemessen und dokumentiert – zu dünn aufgetragen, wirkt der Anstrich nicht wie geprüft.
