Swiss Brandschutz
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Brandsicherheitswache und Brandwache: Wann sie nötig ist und was sie kostet

Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen, Brandwache bei Heissarbeiten: wann sie vorgeschrieben sind, wer sie stellt und welche Kosten entstehen.

Aktualisiert am 31. Mai 2026

Feuergefährliche Arbeiten auf der Baustelle – die Brandwache sichert ab und kontrolliert nach
Kurz zusammengefasst
  • Eine Brandsicherheitswache überwacht Veranstaltungen mit erhöhtem Risiko (z. B. Bühnen, viel Publikum) und greift im Ernstfall sofort ein.
  • Eine Brandwache sichert feuergefährliche Arbeiten wie Schweissen, Schneiden und Löten – während und nach den Arbeiten.
  • Wann sie nötig ist, ergibt sich aus Versammlungsstättenrecht, Auflagen der Behörde oder dem Erlaubnisschein für Heissarbeiten.
  • In der Schweiz regelt die VKF-Brandschutzrichtlinie zu gefährlichen Arbeiten den Erlaubnisschein und die Brandwache bei Heissarbeiten.

«Brandsicherheitswache» und «Brandwache» klingen ähnlich, meinen aber zwei verschiedene Situationen: die Überwachung von Veranstaltungen und die Absicherung feuergefährlicher Arbeiten. Beide haben dasselbe Ziel – einen Entstehungsbrand sofort zu erkennen und zu bekämpfen, bevor er sich ausbreitet. Dieser Beitrag erklärt, wann welche Wache nötig ist und womit man rechnen muss.

Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen mit erhöhtem Brandrisiko – grosse Personenzahlen, Bühnen, szenische Darstellungen mit offenem Feuer oder Pyrotechnik – kann eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben sein. In Deutschland regeln das die Versammlungsstättenverordnungen der Länder; die zuständige Behörde legt im Einzelfall fest, ob und in welchem Umfang eine Wache (häufig durch die Feuerwehr) gestellt wird.

Die Brandsicherheitswache kennt die Örtlichkeit, kontrolliert Flucht- und Rettungswege, beobachtet kritische Bereiche und kann im Ernstfall sofort eingreifen und alarmieren.

Brandwache bei Heissarbeiten

Feuergefährliche Arbeiten wie Schweissen, Schneiden, Löten, Trennschleifen oder Auftauen erzeugen Funken und Hitze. Werden sie ausserhalb dafür eingerichteter Bereiche durchgeführt, ist in der Regel ein Erlaubnisschein nötig – und oft eine Brandwache. Diese beobachtet die Arbeitsstelle, hält Löschmittel bereit und greift bei einem Entstehungsbrand sofort ein.

Entscheidend ist die Nachkontrolle: Glimmnester können sich erst Stunden später entzünden. Die Brandwache muss den Bereich deshalb auch nach Arbeitsende eine festgelegte Zeit überwachen.

Was kostet eine Brandwache?

Die Kosten hängen von Dauer, Qualifikation und Anbieter ab. Eine Brandwache wird meist nach Stundensatz abgerechnet; bei Veranstaltungen kommen Anfahrt, Mindesteinsatzzeiten und gegebenenfalls Gebühren der Feuerwehr hinzu. Verlässliche Zahlen liefert nur ein konkretes Angebot – pauschale Preise sind unseriös.

Günstiger als jede Wache ist es, das Risiko zu vermeiden: feuergefährliche Arbeiten in geeignete Bereiche verlegen, brennbare Stoffe entfernen und auf alternative Verfahren ausweichen, wo möglich.

Die Schweizer Sicht

In der Schweiz regelt die VKF-Brandschutzrichtlinie zu gefährlichen Stoffen und Arbeiten den Umgang mit Heissarbeiten. Üblich sind ein Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, definierte Schutzmassnahmen und eine Brandwache mit Nachkontrolle. Bei Veranstaltungen entscheidet die zuständige kantonale oder kommunale Behörde über die Auflagen.

Häufige Fragen

Wer darf eine Brandwache stellen?+

Bei Heissarbeiten genügt häufig eine eingewiesene, zuverlässige Person mit Löschmittel und klarem Auftrag. Bei Veranstaltungen verlangt die Behörde meist eine Brandsicherheitswache durch die Feuerwehr oder qualifizierte Kräfte.

Wie lange muss nach Heissarbeiten überwacht werden?+

Das legt der Erlaubnisschein fest. Wegen der Gefahr von Glimmnestern ist eine Nachkontrolle über mehrere Stunden üblich – die genaue Dauer richtet sich nach Verfahren und Umgebung.

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